Dixi-Kasi: 100 Jahrfeier Austin 7
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100 Jahrfeier Austin 7

vom 21. bis 24. Juli 2022

Bei einer Veranstaltung teilnehmen zu dürfen, wo wir den einzigen DIXI unter über 1000 Austin - Seven fuhren, betrachten wir als besondere Ehre. In diesem Jahr befasse ich mich genau 50 Jahre mit der Marke DIXI und deren britischen Vorfahren, bzw. Nachbauten in USA, Japan, Frankreich. Viele Treffen haben wir mitgemacht in Heimat, aber auch im Ausland. Aber diese Veranstaltung war wirklich einmalig.

Trotz Brexit und neuer Passbeantragung meldeten wir uns rechtzeitig an. Dabei hofften wir auf weitere Interessenten aus dem DIXI - Kreis, die sich auch an diesem Jahrhundertereignis beteiligen würden. Das war aber leider nicht der Fall.

Die DIXI - IG spendierte eine Erinnerungstrophäe zu diesem Ereignis, die beim Veranstalter mit großer Freude angenommen wurde.  In einem Schaukasten (40 x 50 cm) waren das Logo der Austin Seven - das geflügelte Rad - angebracht, darunter ein gewölbtes DIXI Emailleschild und ein Erinnerungstäfelchen angebracht.

 

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Leider sind auf dem Foto Spiegelungen zu erkennen, die auch den Fotografen erkennen lassen.

Nun der Reihe nach. Am 21. Juli 2022 starteten wir in aller Frühe, um den Eurotunnel pünktlich zu erreichen. Die Fahrt nach Calais verlief zügig. Das Navi zeigte uns eine pünktliche Ankunftszeit, bis wir plötzlich kurz hinter Belgien in einen riesigen Stau gelangten. Die Autobahn war gesperrt und alle Fahrzeuge mussten über einen Platz der Grenzpolizei fahren. Kontrollen wurden dort jedoch nicht vorgenommen. Damit hatten wir nicht gerechnet. Trotzdem schafften wir es rechtzeitig zum Eurotunnel. Die einstündige Durchfahrt war als Ruhepause erforderlich.

Dann ging es Richtung Norden "Oxford" über den Ring um London. Hier war heftiger Verkehr mit vielen Staus. Als wir merkten, dass wir nicht rechtzeitig zur Registrierung ankommen konnten, informierten wir den Veranstalter. Dieser beruhigte uns und erklärte, dass er bis zu unserer Ankunft warten würde. Je näher wir zum Treffpunkt kamen, um so öfter tauchten Austin Sevens auf.

Der Veranstaltungsort war gut gewählt: Ein Feuerwehrübungszentrum mit allen Einrichtungen. Platz zum Campen, Parken, Ausstellen, Übernachtungsmöglichkeiten, Sportstätten, Gastronomie. Neben der Rezeption und darüber befanden sich Ausstellungsräume. Es wurden hochkarätige Austin Seven gezeigt (einer davon gehörte Walter Bäumer aus Bünde, der auch DA 3 Fahrer war) und auch viele Exponate: Prospekte aus dem letzten Jahrhundert, Trophäen, Kleidungsstücke usw. Interessant war ein Raum mit vielen Bildschirmen, auf denen alle "Nachbauten" der Austin Seven vorgeführt wurden. So wurde unter GERMANY die Historie unseres "letzten" DIXI gezeigt mit vielen Fotos. Die Vorführung dauerte fast zwanzig Minuten. 

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Diese "Reklame" brachte uns natürlich viele Zuschauer und Interessenten. Gern haben wir den "gespiegelten" Motor gezeigt und auch gestartet. Auf dem Gelände rumzufahren war jedoch nicht erwünscht. Stellt Euch vor, wenn alle anderen Teilnehmer das auch auf einmal gemacht hätten. Einmal habe ich es doch geschafft und bin auch sofort fotografiert worden.

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Alles war streng durchorganisiert. An jeder Ecke standen Einweiser, die für einen reibungslosen Ablauf sorgten. In großen Zelten konnte getanzt werden (besonders Folklore) und die Getränke mussten selbst mitgebracht werden. Im Gastronomiebereich wurden verschiedene Gerichte angeboten. Ohne Gedrängel alles fein "englisch". Allerdings für einen Becher Bier vier GB-Pfund zu bezahlen, war schon heftig.

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Wir hatten in einem zehn Kilometer entfernten Nachbarort ein schönes Hotel bezogen, das uns auch ein reichhaltiges Frühstück anbot einschließlich Bohnen, Würstchen und Kartoffelpuffer. Auch hier wohnten mehrere A 7 Freunde, die in Moreton-on-Marsh nicht untergekommen waren.

Der Freitag war ein "Wandertag". So schauten wir uns möglichst viele Automobile an und staunten immer wieder, welch herrliche Karossen oder Umbauten es gab. Auch waren viele unrestaurierte zu sehen, die fahrbereit waren. Bestechend fanden wir das "Highland-Coupé" von Ruairidh Dunford. Sein Vater betrieb früher den "Austin Seven Workshop".

highlandcoupe

Besucht wurden auch die einzelnen Händler und wir deckten uns mit einigen Verbrauchsmaterialien ein. Einen vierblättrigen Ventilatorflügel hatte niemand dabei. Aber dafür eine Menge Altteile zu teilweise horrenden Preisen. Auch bei den Neuteilen waren bis zu 10 % Preisunterschiede zu erkennen. Das Wetter hielt sich bedeckt, geregnet hat es einmal ganz kurz.

Interessant waren die "Kronjuwelen" der Austin 7 Rennsporthistorie. Fast alle erfolgreichen Wagen waren in einer Ausstellung zu sehen:

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Am Samstag baute ich meinen kleinen Laden auf und bot diverse Austin 7 Literatur, aber auch DIXI Propekte (Reprints) an. Automodelle von Brekina und RW, aber auch aus der DDR Produktion. Dafür fanden sich schnell Interessenten. So konnte ich nach kurzer Zeit den Rest wieder einpacken und mich den Gesprächen widmen. Sohn Tobias war mir eine kräftige Hilfe dabei.

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Am Samstag kamen immer noch weitere Austin Seven auf das Gelände. Eine Drohne wurde eingesetzt, um die gesamten Fahrzeuge aufzunehmen. Leider habe ich bis jetzt noch keine Veröffentlichung davon gesehen. Was aber zu sehen war: Eine originale Spitfire Luftwaffenmaschine drehte mehrere Runden über das Gelände. Dazu gabe es in deutsch eine Lautsprecherdurchsage: Achtung Spitfire!

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Wir besuchten auch eine Sonderausstellung des Sammlers David Mawby, der nur 750 ccm Fahrzeuge im Originalzustand zeigt. Dabei war auch ein BMW DA 2 und ein Rosengart Van, den ich aus der Sammlung unseres Freundes Jim Proffit kannte.   

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Leider versäumte ich, die FIN zu erfragen, was ich aber noch nachholen werde. David Mawby war sehr erfreut, unseren DA 1 zu sehen, der ja auch nicht neu restauriert aussieht. Somit waren unsere beiden Autos die einzigen Produkte aus Eisenach bei dieser Jahrhundertveranstaltung.

Am späten Nachmittag fuhren die ersten Teilnehmer wieder heim. Auch wir luden unseren DA 1 auf den Hänger und nahmen ihn mit zum Hotel, damit wir in aller Frühe wieder losfahren konnten. Am Sonntag starteten wir in aller Frühe, um pünktlich um 10:20 Uhr am Eurotunnel zu sein. Die Fahrt um London klappte hervorragend, keine Staus und angehmenen Wetter. Dann aber der Schock: Ca. 15 Kilometer vor Folkestone war die Autobahn voll gesperrt. Es bildeteten sich leichte Staus, die immer heftiger wurden. Und die Uhr rückte dem Einchecktermin immer näher und wurde dann sogar erheblich überschritten. Im "Stop and Go" Modus näherten wir uns langsam unserem Zielpunkt. Als wir am Terminal ankamen, war unsere Zeit bereits zwei Stunden überschritten. Was nun? Werden wir abgewiesen? Müssen wir nachzahlen? Nein, wir bekamen unsere Einweisungskennzeichnung und "tasteten" uns langsam dem Tunnel entgegen. Drei Stunden in glühender Hitze dauerte es noch, bis wir in den Zug fahren konnten. Selbst die sonst "coolen" Engländer sagten: Es herrscht hier ein Chaos.

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Am französischen Grenzübergang wurde ein "Carnet" verlangt. Das Formular ist für Waren, die mitgeführt werden. Dem Grenzbeamten konnte ich überzeugen, dass ich keine Ware auf dem Hänger habe, sondern meinen eigenen auf mich zugelassenen Wagen. Da er wohl keinen Stress haben wollte, winkte er uns schließlich durch. Während der Zugfahrt konnten wir sogar ein wenig schlafen.

In Belgien kamen wir nochmals in einen Stau an der Nordseeküste, weil wohl viele Urlauber heim wollten. Alles in allem: Die Rückfahrt klappte doch noch gut und in der Abenddämmerung erreichten wir wieder Düsseldorf.

Hier einige Fotos von unserem Spaziergang durch die vielen Austin Sevens. Alle Austins zu fotografieren war einfach nicht möglich.

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Wir hoffen noch auf die Fotos mit der Drohne.

Interessant ist auch dieses Video! Ein Schnelldurchlauf über das Veranstaltungsgelände. Unser DIXI ist zu sehen bei 2:39  https://www.youtube.com/watch?v=hgWItKlxxr0 

Wir sind froh, dass wir die Fahrtstrapazen auf uns genommen zu haben. So viele alte Freunde haben wir wieder gesehen und auch viele neue Freunde gewonnen. Uns wird diese 100 Jahrfeier unvergesslich bleiben.

Unser Dank geht an den Veranstalter, an das Veranstaltungsteam und die vielen Helfer, die uns diese Tage so unvergesslich gemacht haben.




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